150 Jahre Musikverein Wettelbrunn

150 Jahre Musikverein Wettelbrunn

Glückwünsche für ein harmonisches Festjahr.

Ein Jubiläum ist ein schöner und wichtiger Moment. So auch für die Menschen, die den Musikverein Wettelbrunn in all den Jahren begleitet oder ihm nahe gestanden haben. Für uns ist es aum vorstellbar, was es vor 150 Jahren für Menschen bedeutete, einen Verein zu gründen. Die Verhältnisse waren schwierig, die Menschen arm, körperlich sehr in Anspruch genommen, die Instrumente nicht im Ansatz mit den heutigen vergleichbar. Seither hat man furchtbare Ereignisse wie Kriege überstehen müssen und überstanden.

Gerade heute fühlen wir besondere Herausforderungen. Die Gesellschaft verändert sich stetig weiter. Die Bereitschaft der Menschen sich an einen Verein zu binden, hat sich verändert.
Das soziale Umfeld hat sich verändert. Wir sprechen davon, dass es schwieriger wird. Kann uns dabei die Vergangenheit helfen? Ja, das kann sie. Die Zeiten waren schon schwieriger und die Vorfahren der heute im Verein agierenden Menschen haben es geschafft uns diesen Verein zu erhalten und mit einer schönen Historie zu hinterlassen. Das muss uns Mut geben.

Vieles von dem was erreicht wurde, hat von den Verantwortlichen erfordert, persönliche Interessen zurückstellen. Junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten, sie in die Gemeinschaft einzubinden, ist eine ebenso tolle wie wertvolle Leistung. Die Gesellschaft wird möglicherweise in naher Zukunft stärker erkennen, wie wertvoll die Jugendarbeit für unsere Gesellschaft ist. Den Verantwortlichen wünsche ich Kraft, den unbedingten Willen, sowie viel Freude, um den vergangenen bzw. aktuellen Erfolg weiter führen zu können.

Den Musikerinnen und Musikern des Musikvereins Wettelbrunn wünsche ich ein harmonisches Festjahr mit schönen Höhepunkten. Den Verantwortlichen wünsche ich Freude bei ihrem Tun und viele weitere Impulse zum Wohle des Musikvereins. Das Fest möge die Kameradschaft untereinander und damit die Grundlage für eine gute Zukunft weiter gedeihen lassen.

Bernhard Metzger
Präsident

VBO Markgräflerland macht mit Latino-Klängen Laune auf den Sommer

Am Sonntag, dem 12. Mai 2013, gastierte das Sinfonische Verbandsblasorchester Markgräflerland (VBO) in der Merowingerhalle in Bad Krozingen-Biengen unter der bewährten Stabführung ihres Dirigenten Helmut Hubov. Mit „La Leyenda del Beso“ (Untertitel „Symphonic Suite from the Zarzuela“) des spanischen Komponisten Reveriano Soutullo eröffnete das VBO den lateinamerikanischen Konzertabend. Im ersten Teil des Stückes gelang es dem Hornsatz, trotz spanischer Gelassenheit des Werkes, den ursprünglichen Jagdhorn-Charakter zum Vortrag zu bringen. Doch nicht nur in diesem Part hatten die Hörner eine dominante Rolle. Das darauf folgende Werk „Vientos y Tangos“ vereinte den Tango mit einem eher klassischen Zwischenteil im Orgel-Stil sowie jazzigen Akkorden im Finale, welche durch rockige Rhythmen selbst für einen in „Dur“ und „Moll“ verliebten Musiker als sehr ansprechend empfunden werden konnten. Mit dem drängenden „Symphonic Dance No. 3 – Fiesta“ von Clifton William vermochte das VBO endgültig Latino-Feuer zu entfachen und entließ damit das Publikum in die Pause. Das furiose „El Salón México“ von Aaron Copland, welches durch unregelmäßige Akzentsetzung jeden Zuhörer aufmerksam werden ließ, und „Conga del Fuego“, nach dem stilistisch vergleichbaren „Danzón No.2“ ein weiteres temperamentvolles Werk aus der Feder von Arturo Marquez, taten dem Samba-geprägten Abend keinen Abbruch; sämtliche Instrumente der Latin Percussion kamen zum Einsatz, was die Vielfältigkeit des Schlagzeugs einmal mehr unter Beweis stellte. Durch den mittlerweile recht groß gewordenen Orchesterstamm gelang es dem VBO beim Konzert ein kompaktes Klangbild zu erzeugen, was bei Auswahlorchestern, bedingt durch ständig wechselnde Besetzungen und das neue Einspielen aufeinander, nicht immer selbstverständlich ist. „Fandango“, ein Stück von Frank Perkins, welches über einen Paso Doble eingeleitet wurde, und „Tiptoe Tune“ von Rob Wiffin, das mit den „Stand-Up“-Soli zweier Trompeten sicherlich einen der Höhepunkte des zweiten Konzertteils darstellte, komplettierten den musikalischen „roten Faden“, der durch das ganze Konzert hindurch erkennbar war. Olé!

Frühjahrskonzert des Sinfonischen Verbandsblasorchesters Markgräflerland

Am Sonntag, dem 12. Mai 2013, findet das Frühjahrskonzert des Sinfonischen Verbandsblasorchesters Markgräflerland in der Merowingerhalle in Bad Krozingen-Biengen statt. Konzertbeginn ist um 18 Uhr.

Passend zu den hoffentlich frühlingshaften Temperaturen präsentiert Ihnen das Blasorchester unter der bewährten Leitung von Helmut Hubov ein feuriges Konzertprogramm mit lateinamerikanischen Rhythmen. Neben dem „Conga del Fuego Nuevo“ von Arturo Márquez kommt auch der Symphonische Tanz Nr. 3 „Fiesta“ von Clifton Williams zur Aufführung. Auch das Werk „Vientos Y Tangos“ von Michael Gandolfi wird Sie mit mehreren Variationen über Winde und Tangos auf südamerikanischen Boden führen.

Konzertkarten können bei jedem aktiven Musiker und bei Musik Gillhaus erworben werden. Das VBO Markgräflerland freut sich auf zahlreiche Zuhörer.

10 Jahre Verbands-Senioren-Orchester Markgräflerland

Schon in den Jahren 1992 und 1997 wurden von Verbandsseite erste Schritte eingeleitet, um dann 2002 die Gründung eines Seniorenorchesters zu vollziehen. 19 Musikanten aus dem Markgräflerland fanden sich in Wettelbrunn zu einer ersten Probe unter Leitung von Verbandsdirigent Musikdirektor Hellmut Blaudszun zusammen. Der erste Auftritt erfolgte am 17. März 2002 im Kurhaus Bad Krozingen mit großem Erfolg, so dass sich die Mitgliederzahl schnell auf 40 Musiker erweiterte. Als Führungsmannschaft agierten Barthel Fünfgeld als Sprecher, Linus Grethler als Kassenwart, Albert Bär als Chronist und Hellmut Blaudszun als musikalischer Leiter. Geprobt wurde im Vereinsraum der Malteserfunken in Heitersheim ein- bis zweimal im Monat. Die Zahl der Auftritte sollte auf maximal 8 bis 10 begrenzt werden.

Innerhalb kurzer Zeit hatte die Seniorenkapelle einen guten Ruf. Gespielt wurden vorwiegend volkstümliche Werke wie Polka, Walzer oder Marsch, aber auch Operetten-Potpourris und Ouvertüren; man unterschied sich mit diesen Stücken von der sonst üblichen Literatur der Vereinsorchester. Die Stammhörerschaft bei Hocks und Festen tendiert deutlich mehr zu dieser volkstümlichen Sparte, sodass das Verbandsorchester stets ausgebucht ist.

2012 stand nun das 10-jährige Jubiläum an, und die Verantwortlichen der Seniorenkapelle bereiteten ein Doppelkonzert in Bad Krozingen/Schlatt beim dortigen Musikverein Schlatt vor. Im Oktober 2012 war es dann soweit: Der Musikverein Schlatt unter Leitung von Dirk Hausen und das Verbands-Seniorenorchester begeisterten die vollbesetzte Halle mit ihren Melodien; Schlatt mit einem sauber einstudierten, modernen ersten Konzertteil und die Senioren mit besten volkstümlichen Melodien und Operettenklängen. Dazu gaben Hermann Meier und Albert Bär im Dialog einen Überblick über die vergangenen 10 Jahre: Lag der Altersschnitt bei der Gründung noch bei 70 Jahren, so ist er mittlerweile auf 73 Jahre gestiegen, das heißt, dass sich Senioren mit dem Instrument mehr sinnvolle Lebenszeit und Lebensqualität wortwörtlich „erspielen“. 40 jugendliche Senioren im Markgräflerland sind mit Begeisterung dabei und schenken ihrem Publikum viel Freude.

Klangwelten – Herbstkonzert des VBO Markgräflerland

Dirigent Helmut Hubov hat für das diesjährige Herbstkonzert des Sinfonischen Verbandsblasorchesters Markgräflerland am 14. Oktober im Tuniberghaus Freiburg-Tiengen zwei kontrastreiche Programmteile zusammengestellt. Während das Orchester im ersten Konzertteil verstärkt mit warmen Klängen vorlieb nehmen musste, so stellte der zweite Teil die Facetten eines rockigen, verspielten und gezielt chaotischen Orchesterklanges dar. Mit „Lauds“ von Ron Nelson eröffnete das Orchester das Konzert auf mystische Art, wodurch für den Zuhörer gleich zu Beginn eine hohe Spannung erzeugt wurde. In ähnlichem Stile führte „Vesuvius“ von Frank Ticheli diese Linie fort. Das Werk beschreibt auf musikalische Weise die „Heimtücken“ des im Golf von Neapel liegenden Vulkans Vesuv, wobei die fabelhafte Natur durch anfänglich ruhig fließende Passagen beschrieben wird, aber schließlich mit einem dramatischen Ausbruch den Höhepunkt und zugleich das Finale findet. Der „Oktober“, das gleichnamige Stück von Eric Whitacre, übermittelte den Zuhörern mit seinen aufbäumenden und in Ruhe endenden Passagen eine sehr tiefe Verbundenheit zum Herbst mit all seinen bunten und sentimentalen Eindrücken. Das Orchester schaffte es, diese herbstlichen Bilder musikalisch in den Gedanken der Zuhörer entstehen zu lassen. Mit Leonard Bernsteins „Overture to Candide“ aus dem weniger bekannten Musical „Candide“ wurde der erste Konzertteil beschlossen. Unter James Bonneys Titel „Chaos Theory“ vermutete man zunächst ein ebensolches wildes Chaos, jedoch wurde man überrascht: Es handelte sich hierbei offensichtlich um ein eher ruhiges Chaos, das sich im weiteren Verlauf des Stückes immer mehr ordnete. Dieses Konzert für E-Gitarre und Blasorchester, zusammen mit dem renommierten Solisten Matthias Fröhlich, schaffte es auf elegante Weise, die E-Gitarre in den Tutti-Passagen nahezu unauffällig in den Gesamtklang zu integrieren, wohingegen Fröhlich in den Solo-Passagen auf den Saiten seiner E-Gitarre sein lässiges Können unter Beweis stellte. „Chunk“ von Jonathan Newman war ein weiteres Stück, das in die eher moderne Welt des zweiten Konzertteils passte. Dieser fand mit „Symphonic Rock“ von Gilbert Tinner, darunter bekannte Hits von Queen, schließlich seinen gerockten Ausklang. In jeder Hinsicht also kontrastreiche „Klangwelten“, die es verdient hatten, gehört zu werden.