Das Verbandsblasorchester Markgräflerland lädt sehr herzlich zum Konzert am Sonntag, 19. Oktober 2025 um 17:00 Uhr in die Malteserhalle in Heitersheim ein. In diesem Jahr wird Niklas Maier am Dirigentenpult stehen. Als 1. Klarinettist kennt er das Orchester bestens, und hat dazu ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Zur Eröffnung erklingt „Sea Songs“. Ralph V. Williams hat in diesem Werk drei bekannte englische Seemannslieder verarbeitet: Princess Royal, Admiral Benbow und Portsmouth. „The Ghost Ship“ (v. Jose Alberto Pina) basiert auf der Geschichte des alten Schiffswracks der SS American Star. Das Schiff wurde auf dem Atlantischen Ozean von einem schweren Sturm getroffen und daraufhin abgeschleppt. Doch das Schleppschiff kappte ohne erkennbaren Grund die Taue und die American Star trieb davon. Nach mehreren Tagen tauchte es schließlich am Strand von Garcey auf Fuerteventura wieder auf, zerbrochen in zwei Teile. Dort wurde es die perfekte Kulisse für mysteriöse Veranstaltungen. Diese Komposition voller Energie, Mysterium und Intensität führt uns durch die Kabinen des berühmten Geisterschiffs. „The Zest“, in fünfeinhalb Minuten nimmt der Komponist Ilari Hylkila den Hörer mit auf eine klangliche Reise durch eine weite, ehrfurchtgebietende Landschaft voller Abenteuer, wie man sie in den von J.R.R. Tolkien erdachten Welten erwarten würde. „Variations on Amerika“ v. Charles Ives ist seit langem ein echtes Standardwerk im Repertoire für Blasorchester. Seit es als Titelmusik für die amerikanische CBS-Serie „The American Parade“ dient, hat es nochmals enorm an Popularität gewonnen. Mit „T-Bone Concerto“ von Johan de Meij stellen sich zwei junge Posaunisten vor. „T-Bone Concerto“ besteht aus den drei Sätzen Rare, Medium und Well Done, wobei wir „nur“ den ersten Satz (Rare) spielen werden. Ein anspruchsvolles Konzert vom Meister der Klangfarben! „Paconchita“ von Oscar Navarro. Eine große Blechbläserfanfare eröffnet die Ouvertüre und weicht einem viel rhythmischeren Abschnitt, in dem ein Geben und Nehmen zwischen den verschiedenen Registern des Orchesters beginnt, wobei das Schlagwerk zu jeder Zeit eines der Hauptinstrumente ist. Im Laufe des Werks hören wir lateinamerikanische Rhythmen, die mit Harmonien verschmelzen, die typisch für die spanische Folklore sind, um ein Siegel unseres Landes zu schaffen, des Landes, in dem die Protagonisten geboren und aufgewachsen sind und denen dieses Werk gewidmet ist: Paquito und Conchita. Mit „Udo Jürgens Das Beste !“ einem Arrangement v. Guido Rennert endet das Programm und hinterlässt dem Publikum damit hoffentlich viele Ohrwürmer.
Ein besonderer Dank gilt dem Musikverein Heitersheim, der nicht nur sein Probelokal für die Probenwochenenden zur Verfügung stellt, sondern auch für die Bewirtung des Konzertes sorgt.
Karten im Vorverkauf gibt es bei allen Musikerinnen und Musiker und bei Musik Gillhaus.
Der Markgräfler Musikverband trauert um Hellmut Blaudszun († 17.09.2025). Über Jahrzehnte hat er mit Leidenschaft, Kompetenz und Herzblut das musikalische Leben im Markgräflerland geprägt – als bescheidener Macher, als Dirigent, als Ideengeber und als Freund.
Fast 40 Jahre war Hellmut Blaudszun im Verbandspräsidium aktiv: als stellvertretender Verbandsjugendleiter (1979-1985), 30 Jahre als Verbandsdirigent (1985-2015) und schließlich 25 Jahre als Vizepräsident (1994-2019). Besonders als Verbandsdirigent prägte er Generationen von Musikerinnen und Musikern und war gefragter Ansprechpartner – insbesondere für Dirigenten, die von seiner Erfahrung, Klarheit und Offenheit profitierten.
Seinem Engagement ist außerdem die Gründung des Verbandsseniorenorchesters im Jahr 2002 zu verdanken. Von Beginn bis ins Jahr 2017 dirigierte er dieses Ensemble und machte es zu einem festen Bestandteil des Verbandslebens.
Hellmut Blaudszun war ein Musiker mit Leidenschaft, er musizierte über 60 Jahren aktiv in Vereinen. Als Verantwortlicher in all seinen Funktionen hat er stets mit Überblick und Weitblick agiert. Sein Rat zeigte immer auch Größe, seine Worte waren getragen von Erfahrung. So wurde seine Kompetenz auch weit über den Verband hinaus geschätzt. In Deutschland war er als Juror für Wertungsspiele unterwegs. Zahlreiche nationale und internationale Ehrungen belegen dies.
Seine Verlässlichkeit war beeindruckend, sein Engagement einzigartig – und er war ein Mensch mit viel Humor. Wer mit ihm sprach, bekam oft auch ein Schmunzeln geschenkt. Er brachte Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt – klar, treffend und immer auf seine unnachahmliche Art.
Auch nach seinem offiziellen Abschied aus dem Präsidium blieb er interessiert am Verbandsleben, verfolgte die Entwicklungen, las die Mails für das Präsidium in dessen Verteiler er bis zu seinem Tod war, und suchte das Gespräch. Bis zuletzt zeigte er seine Verbundenheit.
Seine Ideen, sein Engagement und sein Stil haben den Markgräfler Musikverband nachhaltig geprägt. Wir verneigen uns vor einer großen Persönlichkeit.
Bernhard Metzger Präsident
Wir verabschieden uns am Freitag, den 26. September 2025, um 14:30 Uhr auf dem Friedhof in Staufen.
Nach dem gelungenen Konzert im Oktober 2023 konzertierte das VBO Markgräflerland wiederum in der Castellberghalle und begeisterte sein Publikum auch in diesem Jahr. Unterstützt wurde das junge Vorstandsteam vom Musikverein Ballrechten-Dottingen, der neben der Bewirtung auch tatkräftig bei der Durchführung half. Simon Schweizer führte mit gekonnten und abwechslungsreichen Ansagen durch das Programm.
Mit der „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss begann das Orchester im klassischen Stil und gedachte dabei an die Verleihung des Beethoven-Preises an den Komponisten. Der erste Höhepunkt folgte mit der „Fourth Symphony“ von Alfred Reed. Der erste Satz „Elegy“ besticht durch die unterschiedlichen Klangfarben des Orchesters, das teilweise traurig wie ein Klagelied, aber auch sehr dramatisch interpretiert wird. Das anmutige „Intermezzo“ im 2. Satz entwickelt sich aus einem ruhigen lyrischen Thema mit einer leichten lateinamerikanischen Färbung. Als Erweiterung des Klangbildes erklingt eine Harfe, die dabei fast im Stile einer spanische Gitarre begleitet. Im letzten Satz entwickelt sich eine schneidige „Tarantella“, aus einem fugenähnlichem Thema heraus. Der energiegeladene Schluss zaubert einen strahlenden Abschluss der Symphonie hervor. Markus Hein hatte dem Orchester diese notwendige Energie eingehaucht und legte danach mit „Threnody“ von James Barnes ein Werk auf, indem der Komponist mit einem Klagelied an den Tod eines Freundes erinnert. Als berauschendes Stück vor der Pause, erwies sich „With Heart and Voice“ von David R. Gillingham. Zunächst erklingt ein Gefühl der Besorgnis und Zurückhaltung. Danach durchläuft das Werk sehr viele unterschiedliche Emotionen und wächst mit freudiger und dramatischer Ausgelassenheit in eine berauschende Feier. Mit der „Suite Francaise“ von Darius Milhaud startete das VBO in den zweiten Teil. Die verschiedenen Departements mit ihren typischen Lebensweisen wurden in diesem fünfsätzigen Werk dargestellt.
Bevor das Orchester mit „The Circus Bee”, einem rasanten Konzertmarsch, aufwartete, bedankte sich das Orchester bei seinem 1. Klarinettisten Niklas Maier, der ganz kurzfristig das 2. Probenwochenende als Dirigent übernehmen musste. Mit „Star Wars Saga“ von John Williams, arr. Johan de Mey, verabschiedete sich das Orchester noch einmal fulminant. Standing Ovations waren der gerechte Lohn für ein mehr als gelungenes Konzert. Die Ovationen des begeisterten Publikums wurden noch mit „Slava“ von Leonard Bernstein und „Irisch Tune from County Derry“ von Percy Aldrige Grainger belohnt. Bei netten Gesprächen und einem Glas Wein klang ein gelungener Konzertabend aus.
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